Der dem Vorbild Spotify folgende Dienst Rdio startet am heutigen Tag offiziell in Deutschland. Mit einer 7-tägigen kostenlosen und unlimitierten Probephase lädt Rdio ein den Dienst zu testen. Über 12 Millionen Songs spielt Rdio entweder über die Webseite auf dem Rechner oder unterwegs über’s Smartphone ab. Werbeeinblendungen oder Zusatzkosten für gehörte Titel gibt es nicht. Wer möchte, kann seine iTunes Bibliothek mit seinem Rdio-Konto synchronisieren und im Nachhinein auch alle Titel der iTunes-Datenbank über Rdio hören. Playlisten lassen sich anlegen und mit Freunden teilen. Ein weitere Punkt, den Rdio ausmacht – das soziale Musikhören. Ganz dem Trend entsprechend kann man bei Rdio seinen Freunden folgen und nachschauen, was Andere hören. Sich Empfehlungen von Freunden geben lassen oder fremde Playlisten abonnieren und die Titelauswahl anderen überlassen. Auf dem Smartphone können Titel sogar offline zur Verfügung gestellt werden, um ohne mobile Datenverbindung trotzdem noch Musik hören zu können. Die Testphase erlaubt in den 7 Tagen den kostenlosen Zugriff auf die Weboberfläche für den Desktop als auch den Zugriff über’s Smartphone. Zur Registrierung für ein Test-Konto sind lediglich E-Mail Adresse oder Facebook-Konto notwendig, eine Kreditkarte wird vorerst nicht gebraucht. Wer im Anschluss an die Testphase sein Konto weiternutzen möchte, zahlt für die Desktop-Nutzung 4,99 Euro im Monat, für die zusätzliche mobile Nutzung fallen insgesamt 9,99 Euro im Monat an. Die Abos lassen sich sowohl im Web als auch via In-App Kauf abschließen. Derzeit scheint jedoch noch ein Preisfehler für die In-App Käufe vorzuliegen. So wird derzeit noch 11,99 Euro bzw. 16,99 Euro fälschlicher Weise als Monatsbeitrag eingetragen zu sein. Bis ein Korrektur der Preise in der App durch sind, sollte man also die Pakete über die Webseite buchen. Die Pressestelle hat bekanntgegeben, dass die Preise der In-App Käufe korrekt sind und bislang nicht an die des Webshop angepasst werden. Wer also einige Euro im Monat sparen möchte, kauft über den Webshop die gleiche Leistung für weniger Geld ein – aus Kundensicht ein Unding!
Anmerkung: Im Eigentest konnte die Mac-Software von Rdio 5250 von insgesamt über 24000 Songs aus der lokalen iTunes Mediathek erkennen. Davon sind jedoch bislang nur ein Bruchteil der Titel als “verfügbar” zum Stream angeboten.
In den FAQ findet sich ein Artikel der sich der Thematik “Preview Only and Not Available Music” annimmt.
In der vergangenen Nacht stolpern “iTunes in the Cloud” und “iTunes Match” in den deutschen iTunes Store. Zunächst mit einigen kleineren Anlaufschwierigkeiten wie fehlenden Einträgen in den iOS-Systemeinstellungen, lief “iTunes Match” in den frühen Morgenstunden des heutigen Tag an. Sowohl auf dem iOS-Gerät als auch in iTunes lassen sich nun “iTunes Match” aktivieren bzw. abonnieren. Im Eigentest konnte ich dieses Dienst bislang nicht ausprobieren, da der Ansturm der internationalen Kundschaft offenbar eine Überlastung des Apple ID Login Server hervorgerufen hat. Derzeit ist es nicht möglich, sich mit der iTunes Apple ID einzuloggen, ohne dabei ein Fehlermeldung über “falsches Passwort oder Apple ID” zu erhalten.
Sobald der Dienst wieder verfügbar ist, werde ich an dieser Stelle ausführlicher über die Details von “iTunes Match” und “iTunes in the Cloud” berichten.
Amazon startete Ende März die Offensive und legte mit dem Dienst Amazon Cloud Drive vor. Die seit geraumer Zeit anhalten Gerüchte um einen Cloud-basierten Dienst für iTunes, über den die Musik aus der Wolke auf jegliche internetfähigen Geräte gestreamt werden kann, erhielten nun mit der Ankündigung des Amazon Cloud Player eine bereits veröffentlichten Gegenkandidaten. Aus den Kreisen rund um Apple hört man derzeit weiterhin nur Gerüchte und bekommt eine iCloud-Domain statt eine Ankündigung. Der digitale Kauf von Musik über das Amazon Netzwerk erlaubt auf Amazon.com derzeit automatisch das abrufen aus der Cloud, ohne dabei eigenen Speicherplatz zu belegen. Im kleinsten Paket erhält der Kunde 5 GB Startkapazität kostenlos, mehr Speicher kostet mehr (bis zu 1000 GB für $1000/Jahr). Der Upload von eigener Musik oder anderen Dateien ist über den Browser mit entsprechender Flash-App möglich. Zum Start des Dienstes gab es für den Nutzer das Angebot nur via Desktop Webbrowser oder über eine Android-App die Amazon bereitstellte. Eine iOS Anwendung fehlt bislang aus dem gleichen Grund, aus dem zu Beginn iOS-Surfer via User Agent ausgesperrt wurden. Die Konkurrenz die hier offensichtlich ganz konkret sich von der iOS-Welt abgewandt hatte, erlaubt immerhin inzwischen die Cloud Player-Website über den mobile Safari anzusurfen. Die unangepasste Desktop-Website bietet jedoch keine Möglichkeit einen Upload vom mobilen Gerät (aus Ermangelung der Flash-Unterstützung) durchzuführen, spielt Musik jedoch auch im Hintergrund ab und pausiert/startet die Musik bei ankommenden Anrufen. Da Apple bislang nichts konkretes in Richtung eines neuen Cloud-Service verkündet hat, kann man hier nur von ausgehen, dass Amazon mit der Veröffentlichung eines entsprechenden Wolken-Dienstes Apple hier auf den Zahn fühlt. Die Bevorzugung der Android-Kunden mit komfortabler App passt hier nur allzu gut in dieses Bild.
Apple ehrt die besten Apps, sowie Musik, Podcasts, Filme und TV-Sendungen in den Chart-Listen von iTunes Rewind. Die Listen für das Jahr 2010 sind bereits verfügbar und ein Blick in die Listen lohnt sich auf jeden Fall.
Besonders interessiert dürften Birnenblog Leser an der KategorieApps sein. Diese sind aufgeteilt in die Top Apps für iPhone und für iPad und haben jeweils weitere Unterkategorien.
Lautsprechersysteme die mit dem Schriftzug “iPhone/iPod kompatibel” ausgestattet sind gibt es unzählige. Gute davon wenig. Vergleichbar mit diesem hier findet man jedoch bislang keines. Das Sonos S5 Wireless Music System ist einzigartig in seinem Konzept, in dem das iPhone ganz weit oben steht. Im Grunde geht es um ein Mehrfachraum System, bei dem die Musik drahtlos verteilt werden soll. Möglich wird dies durch ein sogenanntes Mesh-Netzwerk welches die Boxen untereinander aufbauen, vorausgesetzt eine Box wurde per Lan-Kabel in das Netzwerk eingebunden. Möchte oder kann man die Boxen nicht in das Kabelnetzwerk einbinden gibt es die Möglichkeit das über eine kleine Box zu machen, die ZoneBridge. Die Boxen benötigen dann lediglich eine Steckdose und müssen untereinander in Reichweite bleiben. Anschließend lässt sich Musik über mehrere Boxen hinweg synchron abspielen, was eine Kunst für sich darstellt. Als Quelle für die Musik dient z.B. die iTunes Mediathek eines im Netzwerk befindlichen Computers oder man wählt den Weg des Internets und sucht sich ein entsprechendes Internetradio oder wählt einen der Musikdienste wie Napster oder Last.FM aus. Die Steuerung kann dabei ganz bequem über das iPhone erfolgen. Alle Einstellungen können auch ohne Computer und die zugehörige Desktopsoftware vorgenommen werden. Die App ist schon seit längerer Zeit kostenlos im AppStore erhältlich. Neben der Qualität in Verarbeitung und Klang der Boxen überzeugt (welche aus 2 Hoch- und 2 Mitteltöner sowie einem Subwoofer bestehen) auch die iPhone Anwendung durch schnelle Reaktionszeiten und etliche Einstellungsmöglichkeiten die bislang keinen Wunsch offen lassen. Zumindest angekündigt ist jetzt schon eine iPad Anwendung, welche bereits auf der IFA PreView vorgestellt wurde und später in diesem Jahr folgen soll. Qualität hat seinen Preis und somit schlagen ZoneBridge mit 99 Euro und jeder einzelne ZonePlayer mit 399 Euro zu buche. Dafür bekommt man ein wunderbar abgerundetes Paket das glücklich macht.
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