webOS kommt als Konkurrent zu iOS, Android und Windows Phone 7…später im Sommer
Am vergangenen Tag hat HP die Marke Palm dann wohl doch letztendlich auf dem “Think Beyond” Event in San Francisco begraben. Der Name Palm wurde nur am Rande ein paar mal erwähnt, der Fokus lag jedoch auf HP und das HP webOS. Mit dem eingekauften webOS möchte HP nun eine neue Generation mobiler Geräte entwickeln und einen weiteren ernstzunehmenden Konkurrenten auf den Markt werfen. Die Idee ist gut, die Umsetzung (vielleicht) auch. “HP webOS now in S, M, L.”
Eine neue Familie aus dem Haus HP mit ein und demselben Betriebssystem webOS. Mit Videotelefonie, dem Filmerlebnis auf dem TouchPad und dem Smartphone in Version des Pre 3 ähnelt die ganze Aufmachung jedoch stark dem Vorbild des bereits erfolgreichen Konzepts aus Cupertino, Apple. Lediglich der kleinste in der Reihe, das HP Veer fällt etwas aus der Reihe, vor allem mit seiner Größe die einer Kreditkarte ähnelt hat HP hier eventuell einen neuen Markt Kunden gefunden, sofern die Geräte denn verfügbar sind. Zu Preisen und genauen Erscheinungsterminen hat sich HP auf dem Event nämlich ausgeschwiegen – Sommer soll’s sein, dieses Jahr noch. Wer allerdings bis dahin wartet, dürfte sich mit der Konkurrenz aus dem Hause Apple mit der zweiten iPad Generation und dem vermutlich fünften iPhone, sowie diversen Tablet-Geräten mit Android 3.x und dem Blackberry PlayBook keinen Gefallen tun, denn die Konkurrent schläft bekanntlich nicht wenn es um neue Märkte geht. Daher nicht gerade revolutionär sondern eher auf den Zug mit aufspringen kann man die Absicht von HP bezeichnen im Sommer nun auch mit webOS Tablet, Smartphone und Mini-(Smart)phone vertreten zu sein.
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Der kleinste aus der Dreiergruppe, das HP Veer fällt vor allem durch die lediglich 2,6″ auf, die der Touchscreen aufweist. Ebenso wie der Pre 3 hat auch das Veer eine eingebaute Slider-Tastatur. Wer allerdings mit ausgewachsenen Fingern darauf angenehm schreiben soll ist mir zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Sicherlich dürfte sich ein Markt für ein so kleines Gerät finden lassen, was dennoch die Funktionalität eines ausgewachsenem Smartphone bietet, jedoch alles im Miniformat. Im Inneren des HP Veer sorgen 800 Mhz, 8GB Speicherplatz, WiFi, GPS, Bluetooth sowie eine 5MP Kamera für das Technikwunder auf 54 x 84 mm. Das 2,6″ Touchscreen-Display weist 320 x 400 Pixel auf.
Konkurrenzprodukt zum iPhone in der Klasse 3,5″ ist der Pre 3 am Start. Jedoch lediglich mit 480 x 800 Pixeln strahlt das Gerät seinen Benutzer an. Slider-Tastatur sowie Touchpunkte unterhalb des Displays sind bereits aus der vorangegangenen Pre Version bekannt. Mit Front- und Rückkamera für Videotelefonie lehnt sich das Smartphone wiederum stark an das Apple Telefon an. Wirklich neues oder revolutionäres ist hier nicht zu erkennen. Auch der 1,4 Ghz Qualcomm-Prozessor im Inneren und 16GB interner Speicher sind keine große Revolution, und wird sie auch wenn man bis Sommer wartet nicht werden.
Auf dem Segment Tablet, welches wohl das spannendste der drei vorgestellten Kategorien sein dürfte, macht sich das 9,7″ TouchPad breit. An der derzeitigen iPad Hardware orientiert hat das TouchPad ein 1024 x 768 Pixel, wiegt ungefähr 700 Gramm und ist 13,7 mm dick. Ebenso wie es der Pre 3 hat und es von der kommenden iPad Generation erwartet wird, hat das TouchPad integrierte Kameras für die Videotelefonie. Ein Snapdragon Dual-Core Prozessor mit 1,2 Ghz und 1 GB Arbeitsspeicher sorgen im Inneren für ordentlich Leistung.
Nicht unbedingt revolutionär aber fortschrittlich zeigt sich das webOS in den Demos des Events. Ordentlich durchstrukturiert und aufgeräumt und mit einigen Raffinessen ausgestattet wirkt das webOS wohl durchdacht. Ein organisierter Benachrichtigungsdienst sowie ein bereits bekannter Sync-Service über das Internet sind im Paket enthalten. Außerdem Features für Technikverliebte an Board sind eine frei in der Größe verstellbare OnScreen-Tastatur sowie ein origineller Weg zwischen Smartphone und Tablet den Austausch zu verbessern. Stößt man den Pre 3 an das TouchPad können wie in der Demo gezeigt z.B. aktuell aufgerufene Webseiten übertragen werden. Welche Gebiete man alle mit dieser Technologie abdecken kann bleibt spannend und lässt Raum für persönliche Feature-Wünsche. Mit in der Präsentation außerdem erwähnt die Unterstützung von Adobe Flash in webOS, welches ein leidiges Thema mit mobilen Geräten und Apple ist, kabellose Aufladung der Produktreihe über die Basisstation TouchStone sowie Unterstützung von HotSpot-Tethering, einer Kindle Anwendung sowie Abomodelle für Magazine. Welche Neuerungen webOS bis Sommer noch bereithält und wie die Geräte sich letztendlich im Vergleich schlagen bleibt mit Freude zu erwarten. Positiv auf jeden Fall ist der Einstieg von HP in dieses Segment und mit den bisherigen Einblicken in “das neue” webOS und deren Produkte sieht es so aus als ob HP damit auf dem richtigen Weg ist. Konkurrenz belebt das Geschäft und lässt das Potential das in dem mobilen Segment liegt weiter wachsen und sich entwickeln.
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Wer die Präsentation vom “Think Beyond”-Event noch einmal in voller Länge anschauen möchte, kann dies hier tun.









